Kleines Mädchen streckt die Zunge raus, auf dieser liegt ein Bonbon

Wenn der Oberkiefer zu schmal ist: Platz schaffen, Wachstum unterstützen

13. Oktober 2026

Gerade Zähne brauchen Platz. Doch ein schmaler Oberkiefer kann nicht nur dazu führen, dass es für die bleibenden Zähne eng wird. Auch Zungenruhelage, Nasenatmung und die funktionelle Entwicklung können eng mit den Platzverhältnissen im Oberkiefer verbunden sein.

Eine Gaumennahterweiterung kann deshalb – richtig indiziert und zum passenden Zeitpunkt eingesetzt – mehr sein als das reine „Breitermachen“ eines Kiefers. Sie schafft Raum: für Zähne, für die Zunge und für eine gesunde Entwicklung von Form und Funktion.

Genau deshalb lohnt es sich, genauer hinzuschauen: Wann ist eine Gaumennahterweiterung sinnvoll? Wie funktioniert sie? Und warum spielt der richtige Zeitpunkt eine so wichtige Rolle? Antworten zu diesen Fragen und mehr in diesem Beitrag.

AUS DER SMILE AND MORE PRAXIS

Kreuzbiss | Quelle: mykie®NET Weinheim

Häufig sehen wir in unserer Kieferorthopädie in Reutlingen Kinder mit einem zu schmalen Oberkiefer. Folge davon ist oft ein Kreuzbiss, zu sehen auf dem folgenden Zahnbild. Hier ist der Kreuzbiss auf der rechten Seite des Patienten entstanden.

Ursächlich ist eine falsche Zungenruhelage. Die Zunge dient als Wachstumsmotor für den Oberkiefer und sollte am Gaumen ihren Platz einnehmen. Ist das nicht der Fall, entsteht ein zu schmaler Oberkiefer. Um diese Zungenruhelage zu trainieren, gibt es spezielle mykie®-Online-Trainings. Ist erst Fehlwachstum eingetreten, sind die Kieferorthopäden gefragt. Der Oberkiefer muss verbreitert werden, dann kann die Zunge wieder ihren richtigen Platz am Gaumen finden und die Zähne von Ober- und Unterkiefer richtig zusammenbeißen.

Gaumennahterweiterung
Gaumennahterweiterung
Quelle: mykie®NET Weinheim

 

Wie kann diese Breitengewinnung im Oberkiefer stattfinden? Dazu sollten wir uns erstmal die Anatomie des Oberkiefers anschauen, um zu zeigen, warum eine Breitengewinnung im Oberkiefer im Vergleich zum Unterkiefer überhaupt möglich ist. 

Anatomie des Oberkiefers

Unser Oberkiefer besteht aus zwei Knochen, die über eine Gaumennaht miteinander verbunden sind. Diese Gaumennaht kann lebenslang aufgedehnt werden. Je nach Alter des Patienten gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, diese Gaumennaht aufzudehnen. Wir stellen heute drei verschiedene Möglichkeiten vor.

 

Gaumennatherweiterung via Bioplate

Bei der Bioplate handelt es sich um eine herausnehmbare Plattenapparatur. Eine transversale Dehnschraube ermöglicht die gezielte Gaumennahterweiterung des Oberkiefers. Die Bioplate wird 24 Stunden abzüglich 5 min. (zum abendlichen Zähneputzen und Schrauben der transversalen Dehnschraube) getragen. Auf der Abbildung zeigt das weiße Modell das Ergebnis nach einer Oberkiefererweiterung viea Bioplate.

Bioplate
Bioplate | Quelle: mykie®NET Weinheim

 

Die festsitzende, klassische GNE (Gaumennahterweiterung)

Die GNE ist ein fest auf die Zähne zementiertes Gerät. Ebenfalls ist mittig eine Schraube integriert, an der täglich bis zu 2x gedreht wird. Vorteil der festsitzenden GNE ist, dass sie nicht rausgenommen werden kann. Das ist natürlich aber gleichzeitig auch ihr Nachteil, es kann schlechter gereinigt werden. Eine gute Mundhygiene ist gefragt.

Feste GNE | Quelle: mykie®NET Weinheim

 

Innovative Gaumennatherweiterung: Der IPE (Palatinal Expander)

Der Invisalign-Expander wird ebenfalls 24h getragen und muss täglich gewechselt werden. Jeden Tag nimmt er an Breite etwas zu, wodurch die Gaumennahterweiterung erfolgt. Vorteil: Beste Mundhygiene ist möglich.

Diese drei Methoden haben unterschiedliche Vor- und Nachteile und müssen je nach Patient und Situation in Erwägung gezogen werden. Das Wichtigste ist, ein Rezidiv (=Rückbildung) nach der Erweiterung zu verhindern, denn die Gaumennaht kann auch wieder zusammenschrumpfen. Deswegen ist es so wichtig, dass nach einer Erweiterung die Zunge trainiert wird und am Oberkiefer in Ruhe, d.h. bei Mundschluss und Nasenatmung am Gaumen anliegt. Nur so bleibt die Breite stabil.

IPE (Invisalign palatinal Expander)
IPE (Invisalign palatinal Expander) | Quelle: Invisalign/AlignTechnology

 

Gerade Zähne brauchen Platz. Gesunde Funktion auch.

Wir sind stolz darauf, dass wir mit unserem mykie® NET Reutlingen nicht nur die Expertise rund um das Weiten des Oberkiefers haben, sondern vor allem um den Mehrwert von Form UND Funktion wissen. Wenn Sie Fragen zur Gaumennatherweiterung im Zusammenhang mit gesundem Wachstum haben, melden Sie sich gerne bei Ihren Spezialisten für Form und Funktion: smile and more mit dem mykie® NET Reutlingen von Dr. Thomas Riedmann und Dr. Julia Glöggler. 

Buchen Sie dafür gerne hier online Ihren Beratungstermin.

 

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